• Redaktion

Alexa, überwache mich!

„Alexa, mach das Licht an!“ „ Siri, wie spät ist es in New York?“ „Ok, Google, spiele die Playlist `Weihnachtssongs´ von Spotify!“

Das kennen bestimmt einige von euch. Vielleicht liegt ihr gerade zu Hause, hört Musik aus dem Amazon `Echo´ und lest diesen Artikel. So weit, so gut.

Aber habt ihr euch nicht schon einmal gefragt, wo die ganzen Befehle landen, die ihr an `Alexa´ richtet? Vielleicht in Washington, wo Amazon seinen Geschäftssitz hat? Man weiß nicht, wo sie landen. Man weiß aber, was mit den Daten genau passiert. Natürlich werden nur die Befehle ausgewertet, bei denen am Anfang ein „Alexa“ vorkommt, also der Standartbefehl. Ja, klar. Deswegen hat Alexa ja auch 7 Mikrofone… Jetzt aber mal Spaß beiseite:

Amazon selbst sagt, dass nur Spracheingaben ausgewertet werden, die mit „Alexa“ beginnen, zum Beispiel „Alexa, wie viel Grad sind es?“ Oder auch missverstandene Befehle. Die können dann im Menü auf dem Handy angesehen werden, sofern dieses mit Alexa verbunden wurde. Dort stehen dann alle Sprachbefehle, die jemals aufgezeichnet wurden und die dann gelöscht werden können.

Doch nun zur Realität: Die Bundesregierung hat im Juni 2019 beschlossen, dass aufgezeichnete Gespräche durch die Polizei und/oder Ermittler angehört werden dürfen, (wenn ein begründeter Anfangsverdacht gegen die Sprecher besteht). Das heißt, wenn es schlecht läuft, kann jetzt auch die Polizei mithören, was du Alexa irgendwann einmal für dumme Fragen gestellt hast. Nein, Spaß beiseite: Die Argumente der Bundesregierung waren, dass „smarte Lausprecher“ eigentlich das Gleiche sind wie normale mobile Endgeräte, also Handys und Tablets. Das heißt, es können alle Geräte, die man im Alltag benutzt, überwacht und abgehört werden. Super, klingt ganz toll.

Zusammenfassend gesagt: Alexa nimmt die Sprachbefehle auf, verarbeitet sie und unter Umständen hört die Polizei auch mit. Willkommen im Überwachungsstaat!


Geschrieben von Tina

39 Ansichten