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Filmkritik: Miracle Season – Ihr größter Sieg

Springen, Schmettern, Pritschen – Verbindet ihr Volleyball auch mit Schmerz am Handgelenk und denkt, es sei langweilig? Das Hollywooddrama „Miracle Season – Ihr größter Sieg“ wird euch das Gegenteil beweisen. Es kann durchaus um mehr gehen: Im Team kann man Meistertitel gewinnen, doch was, wenn durch einen Schicksalsschlag die Teamkapitänin stirbt und das Team zu zerfallen droht?

Caroline und Kelly sind beste Freundinnen im Volleyballteam und haben mit diesem den Meistertitel gewonnen. Ihr Ziel, die Meisterschaft noch einmal zu gewinnen, ist greifbar, doch als die beliebte und lebensfrohe Caroline bei einem Unglück ums Leben kommt, scheint der Traum unerreichbar.

Typisches High School Drama, oder? Das, was den Film aber besonders macht, ist die Umsetzung der auf wahren Begebenheiten beruhenden Story. Zwar ist das Ende durchaus vorhersehbar, doch wird einem auch klar, dass es in dem Film um mehr geht, als nur um den Meistertitel. Der Teamgeist ist das Wichtige, zusammenhalten ebenfalls, auch wenn man in einem mentalen Tiefpunkt steckt: Das ist es, was der Film vermitteln will.

Die Besetzung der Schauspieler, die die Geschichte realistisch herüberbringen, ist gut gelungen. Als Trainerin und mentale Stütze des Volleyballteams spielt die Oscar-Gewinnerin Helen Hunt ihre Rolle perfekt. Auch die Tatsache, dass Danika Jarosh, die Caroline Found spielt, erst 19 Jahre alt war, als der Film gedreht wurde, bewundere ich. Das Gleiche gilt für die anderen Schauspieler*innen der Schüler*innen-Rollen, denn durch das Alter, das sehr nah an dem ihrer Rollen liegt, wirkt das Geschehen noch mitreißender.

Durch das passende Einsetzen der Filmmusik, die sowohl auf Gesagtes, als auch auf die Stimmung Bezug nimmt, lässt sich der Film als traurig und hoffnungsvoll zugleich beschreiben. Es werden bekannte Titel eingesetzt, wie „Roar“ von Katy Perry und „Sweet Caroline“ von Neal Diamond, die im Kontext gut zu gen jeweiligen Szenen passen.

„Miracle Season – Ihr größter Sieg“ spielt in Lowa City, USA. Da auch die Dreharbeiten alle an realen Orten durchgeführt wurden, wie beispielsweise an der West-High-School, wird einem einmal mehr bewusst, dass das Sportdrama auf wahren Begebenheiten beruht.

Der Abspann des Films zeigt Bilder und Videos des echten Lebens der Caroline Found, und wie ihr Tod 2011 die Volleyballmannschaft dazu inspirierte, den Sieg beim Lowa-State-Championship zu wiederholen. Einem wird durch die Darstellung der Geschichte erst klar, wie es sich für Freunde und Familie Caroline Founds angefühlt haben muss, als ihre Tochter, Teamkapitänin und Freundin starb.

Abschließend kann ich nur sagen: Den Film sollte man gesehen haben. Auch wenn es zuerst wie ein typisches High-School-Drama aussieht, steckt aufgrund der Storyline und der Umsetzung viel mehr dahinter.

Henrike S. (WPU Journalismus 2021/22)

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