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  • Redaktion

Interview mit Frau Sauer

Wir haben im Rahmen einer Aufgabe des WPU-Unterrichts der Klassenstufe 8 am 05.10.2022 ein Interview mit Frau Sauer geführt.


Interviewer: Was machen Sie als Schulsozialpädagogin im Allgemeinen?

Frau Sauer: Neben der ganz normalen Fallarbeit, gehe ich auch selbst in die Klassen, helfe beim Klassenrat oder beim sozialen Lernen. Die siebten Klassen machen jetzt auch den Fairplayer. Mein Tandem Frau Paris unterstützt mich in Kinderschutzangelegenheiten. Außerdem habe ich die Umwelt-AG ins Leben gerufen.


Interviewer: Wie sieht eigentlich so ein typischer Tagesablauf von Ihnen aus?

Frau Sauer: Wegen der abwechslungsreichen Arbeit, bin ich von der Alltagsebene auf die Basis zurückgegangen. Man vereinbart Termine mit Eltern und in den Pausen kommen die Schüler*innen*innen zu mir. Wenn jemand weint, Kummer oder Streit hat, kann man das nicht planen, es ist also nie gleich.


Interviewer: Und wie kam es dazu, dass Sie Schulsozialpädagogin geworden sind?

Frau Sauer: Ich habe vorher im Kleinkindbereich gearbeitet und mit psychisch kranken Menschen und Alkoholikern. Als meine Kinder aus dem Gröbsten `raus waren, wollte ich von der Leitungsebene zurück zu der Arbeit mit Kindern, und das mache ich jetzt.


Interviewer: Was macht Ihnen an Ihrem Arbeitsalltag am meisten Spaß?

Frau Sauer: Die Arbeit mit euch, eure Meinungen und Ansichten zu hören. Ich denke, es ist wichtig, dass ihr lernt, dass ihr eine Stimme habt und Ungerechtigkeiten nicht dulden müsst. Auch finde ich, ihr Schüler*innen solltet lernen, einander zu schätzen und freundlich Miteinander umzugehen. Ihr seid die Generation von morgen, ihr könnt es nur richtig machen.


Interviewer: Und was würden Sie sagen, welche Klassenstufen am häufigsten zu ihnen kommen?

Frau Sauer: Meist kommen fünfte bis sechste Klasse wegen allem Möglichen. Ab Klasse sieben kommen nur noch vereinzelt Schüler*innen zu mir.


Interviewer: Welche Themen sind die am häufigsten angesprochenen?

Frau Sauer: Oft geht es um Geschlechtsorientierung und wie man seinen Eltern davon erzählen kann. Durch Corona sind viele psychische Erkrankungen dazugekommen, darüber muss ich manchmal mit den Eltern reden. Bei den Kleineren kann es aber auch `mal um Liebeskummer, Streit zu Hause oder mit Geschwistern gehen. Manchmal haben wir tatsächlich auch Kinderschutzanfragen, das bedeutet, Kinder werden zu Hause gedemütigt oder misshandelt.


Interviewer: Welche Qualifikation braucht man, um als Schulsozialpädagogin zu arbeiten?

Frau Sauer: Im Prinzip reicht es, wenn man Sozialpädagogik studiert. Ich selbst habe Diplompädagogik studiert und bin dann Familientherapeutin geworden. Aber den Beruf als Therapeutin übe ich hier nicht aus, das darf ich nicht.


Interviewer: Und wie sehen die Ausbildung bzw. das Studium aus?

Frau Sauer: Heute ist es etwas anders als damals. Ich habe an einer Universität studiert, heute kann man allerdings auch an einer Fachhochschule studieren. Dort macht man seinen Bachelor oder Master und kann den Beruf Schulsozialpädagogin ausüben.


Interviewer: Und wie binden Sie Ihren Hund in Ihre Arbeit ein, denn er begleitet Sie ja praktisch den ganzen Tag?

Frau Sauer: Gerade jüngeren Schüler*innen*innen fällt es durch den Hund leichter, mit mir zu sprechen. Sie können den Hund streicheln und müssen mir so bei unangenehmen Gesprächen nicht direkt in die Augen schauen. Mit den älteren Schüler*innen*innen mache ich dann auch mal einen Spaziergang, damit das Reden leichter fällt.


Interviewer: Vorhin hatten Sie schon einmal die Umwelt-AG angesprochen. Können Sie uns kurz erklären, was das ist?

Frau Sauer: Das Projekt führe ich mit den fünften und sechsten Klassen in ihren Mittagspausen durch. Wir sammeln hauptsächlich Müll außerhalb der Schule ein, und ich lerne die Schüler*innen*innen besser kennen. Wenn dann später, in der achten oder neunten Klasse, wirklich mal was ist, ist die Hemmung nicht mehr so groß, zu mir zu kommen.


Tamara, Lina, Theo, Vinzens, Linus WPU-Journalismus


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