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Nestlé und das Wasser

Vielleicht habt ihr schon `mal etwas von Nestlé gehört, vielleicht auf Grund des Skandals im Jahr 2015, wo in Fertigprodukten von Maggi, die zu Nestlé gehören, ein erhöhter Bleigehalt festgestellt wurde. Wahrscheinlich kennt ihr Nestlé aber durch eine andere, wesentlich skandalösere Sache, denn die Firma hat in Südafrika - und auch in anderen Ländern - den Wasserbehörden die Rechte am Grundwasser abgekauft, um selbstständig Wasser abzupumpen. Das wird vor allem in den Dürreperioden zum Problem, wenn das Wasser in einer so trockenen Region wie Südafrika sowieso knapp ist. Denn dieses Wasser wird gereinigt und dann nach Europa als Tafelwasser teuer weiterverkauft. 2018 machte Nestle allein mit dem Verkauf von Wasser über 6, 9 Millionen Euro Umsatz.


Der neueste Skandal handelt von einer Wasserquelle in Florida, die Nestlé aufkaufen möchte. Es gibt aber eine Menge Kritiker, die heftig protestieren und meinen, dass der Wasserabbau dem Fluss schaden werde und das Ökosystem verletzte. Nestlé äußerte sich zu den Vorwürfen und sagte, dass das Abpumpen des Wassers das Ökosystem dort nicht beeinträchtige, obwohl es viele Gegenbeweise gibt. Es gab vor einiger Zeit einen Lieferanten, der ein Viertel der Menge abpumpte, die Nestlé abpumpen möchte. Allein schon dadurch wurde nach Angabe der lokalen Behörden der Fluss geschädigt, vor allem aber sind die dort lebenden Flussschildkröten durch den großen Wasserverlust stark gefährdet. Aber bis jetzt ist es nur ein Antrag von Nestlé und es wird wahrscheinlich noch bis November dauern, bis entschieden ist, was mit der Quelle passieren wird.


Geschrieben von Tina

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