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Schülerstreiche – von Lehrern (die auch einmal Schüler gewesen sind)

Frau Krabbe:

„In einer Nacht im Jahre 1988 haben ein paar Schüler aus meiner Jahresstufe ein Betonelement vor der Filiale in der Hermsdorfer Straße mit einer Steinsäge abgesägt und es in der Auffahrt zum Lehrerparkplatz wieder einbetoniert. Ebenfalls aus Beton gossen sie zwei „Bälle“. Das Ganze sah am Ende aus, wie ein Penis mit Hoden. Als Dekoration steckte man noch Stöckchen in die „Bälle“. Am nächsten Morgen konnten die ankommenden Lehrer im Auto natürlich nicht auf den Parkplatz fahren, und die Schüler konnten mitansehen, wie die Lehrer wutentbrannt gegen den Betonklotz traten, der nicht nachgab, da er mit schnelltrocknendem Beton befestigt worden war. Der einzige, der der Situation entsprechend reagierte, war mein Französischlehrer, der mit seinem Auto über die Wiese auf den Parkplatz fuhr.“


Frau Scholz:

„Wir haben für unseren Abistreich tausende Luftballons aufgeblasen und sie im Lehrerzimmer verteilt, sodass der Boden vollkommen bedeckt war. Am Tag des Abistreiches gab es ein Sackhüpfen für Lehrer; sie mussten den Weg zum Lehrerzimmer hin hüpfen. Die Luftballons mussten die Lehrer selber wegräumen.“


Herr Prekel:

„In dem Jahr, in dem ich Abitur gemacht habe, gab es in dem Gang vor dem Lehrerzimmer ein neues Holzparkett, das unter keinen Umständen nass werden durfte. Bei unserem Abistreich haben wir letzteres ausgenutzt: wir haben Plastikbecher mit Wasser gefüllt und sie den ganzen Gang zum Lehrerzimmer nebeneinander und hintereinander aufgestellt. Natürlich haben wir darauf geachtet, nicht auf das Parkett zu tropfen. Anschließend haben wir Wollfäden durch den Flur gehängt, sodass das Ganze wie ein riesengroßes Spinnennetz aussah. Am nächsten Morgen mussten die Lehrer jeden Becher einzeln aus dem Flur holen, da sie wegen der Netze nicht zum Lehrerzimmer gelangen konnten, ohne mindestens ein Dutzend Becher umzuschmeißen. Dadurch hatten – obwohl zu der Zeit wegen eines Abistreiches nur selten Unterricht ausfiel – alle Schüler den ganzen Vormittag frei.“


Herr Bettencourt:

„Ich war früher Schüler am Humbolt-Gymnasium. Einmal haben meine Mitschüler eine Klebemasse auf das Auto eines Lehrers laufen lassen, und es danach mit Federn geschmückt. Daran war ich allerdings nicht beteiligt. Von dem Lehrer, dem das Auto gehörte, wurde Anzeige erstattet. Außerdem haben wir einmal Plastikbälle in das Lehrerzimmer gebracht, sodass der ganze Raum nur noch ein Bällebad war.“


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