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Unsere GSV-Fahrt 2019

Aktualisiert: Aug 20


Vom 2. bis zum 5. November fuhren über 40 engagierte GSVler unserer Schule auf die diesjährige GSV-Fahrt. Das Ziel war ein kleines schnuckeliges Haus mitten in Brandenburg, umgeben von wunderschöner Natur. Regionsbedingt gab es weder Netz noch eine öffentliche Verkehrsanbindung, doch wir hatten gar keine Zeit, daran auch nur einen Gedanken zu verschwenden. Das Programm war von morgens bis abends durchgeplant, und da GSV-Fahrten nicht gerade für eine ausgedehnte Nachtruhe bekannt sind, wurde am ersten Tag ein reichlicher Vorrat an Mate für Notsituationen angelegt. So konnte unserer Arbeit nichts mehr im Wege stehen und wir begannen damit, uns alle gegenseitig kennenzulernen.


Da die GSV aus Schülern und Schülerinnen aller Jahrgänge besteht, waren wir zu Beginn ein bunter Haufen einander unbekannter Gesichter. Doch das änderte sich spätestens beim abgefahrenen Spieleabend: Gemeinsam mit den Begleitern von „mehr als lernen“, die stilechte BVG-Verkleidungen trugen, fuhren wir virtuell die S1 entlang und meisterten auf dem Weg zur Endstation diverse Herausforderungen, wie zum Beispiel die Verwandlung in einen lebendigen Dönerspieß und eine Teilnahme an der Berliner Fashion Week, bei der es verboten war, die eigenen Sachen anzuziehen.


Danach ging es ans Inhaltliche: Die Gesamtschülervertretung ist wie eine kleine politische Institution, was wir aber im Alltag gerne mal vergessen. Deshalb konnten wir während der Fahrt Workshops besuchen, die uns über unsere Rechte, Pflichten und den Inhalt des Schulgesetzes aufklärten. Am Sonntag spielten wir ein Planspiel, in dem es darum ging, Klimaschutz und wirtschaftliches Wachstum unter einen Hut zu bekommen. Dabei vertraten wir verschiedene Interessengruppen und mussten versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden. Viele Erkenntnisse aus diesem Spiel konnten wir auf unsere Zusammenarbeit als Gemeinschaft übertragen.


Am nächsten Tag hielten wir uns an die weisen Worte Albert Einsteins: „Das Problem zu erkennen ist wichtiger als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung.“ Wir tauschten uns also darüber aus, was an unserer Schule gerade gut läuft und was nicht. Aus diesen Kritikpunkten bildeten sich viele verschiedene Projektgruppen, die im Laufe der Fahrt an ihren Ideen werkelten und sie zum Teil sogar schon umsetzen. Außerdem ließen wir uns von erfolgreich durchgeführten Projekten anderer Schulen inspirieren. So entstanden Projekte, die sich um den Schulmerch und die Wiederbelebung des Jahrbuches kümmern sowie Projekte zur Verbesserung der Unterrichtsvielfalt, beispielsweise durch häufigere Projektarbeiten und Phasen des selbstständigen Lernens. Eine Projektgruppe namens Infolette hat das Ziel, Projekte der GSV transparenter für andere zu machen und begann sofort mit dem Entwerfen von Zetteln, die schon bald ganz nebenbei über Aktuelles aus der Schule informieren. Ebenfalls neu ist das Projekt Schultausch, das es Jugendlichen aus zwei verschiedenen Schulen ermöglicht, sich im Rahmen einer Projektwoche kennenzulernen und Freundschaften entstehen zu lassen.

Keine gelungene GSV-Fahrt endet ohne einen Abschlussabend. Mit bestellter Pizza gestärkt, startete im Keller der Jugendherberge das Programm des letzten Abends. Disko, Kicker und reichlich Snacks sorgten für eine ausgelassene Stimmung bis spät in die Nacht.

Nach einem inhaltlichen Abschluss und dem Ritual „Warmer Rücken“ ging es für uns alle zurück nach Berlin. Es war eine sehr erfolgreiche Fahrt und ich freue mich auf die Durchführung der vielen kreativen Projekte.


Vielen Dank an dieser Stelle an das Team von mehr als lernen, unsere Begleiter Herrn Bettencourt und Herrn Turké sowie natürlich an alle Teilnehmenden!

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